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Dezentrale Kompostierung im Landkreis Tübingen beendet

 

 

Der Zweckverband Abfallverwertung (ZAV) wurde vom Landkreis Tübingen mit der Aufgabe beauftragt, Behandlung, Verwertung und Vermarktung der vom Landkreis Tübingen eingesammelten Bioabfälle zu übernehmen.

Zu diesem Zweck hat der ZAV bis zum Jahr 2011 eine eigene kleine Biokompostierungsanlage in Tübingen-Derendingen mit einem Jahresdurchsatz von ca. 1.000 t/Jahr Bioabfall betrieben.

 

Zusätzlich hat er Verträge mit Dritten geschlossen, um die Verwertung und Vermarktung des Bioabfalls sicher zu stellen. Hierbei handelte es sich um einen Vertrag mit einem Landwirt, der bis Juli 2010 eine Anlage mit einer Jahreskapazität von ca. 2.000 t/Jahr Bioabfall in Neustetten Wolfenhausen betrieben hat.

 

Mittlerweile wird der gesamte Bioabfall aus dem Landkreise Tübingen von der Firma BEM Umweltservice GmbH, Ludwigsburg in verschiedenen Kompostierungsanlagen in Pfullingen (Landkreis Reutlingen), Neubulach (Landkreis Calw) und in der Vergärungsanlage Backnang-Neuschöntal (Rems-Murr-Kreis) verwertet.

 

 

Die Verwertung organischer Abfälle aus Biotonnen und Häckselgut brachte bisher viele Vorteile:

 

» Die Verwertung von Bioabfällen in der Landwirtschaft bedeutet einen geschlossenen Stoffkreislauf und gesicherte Kompostvermarktung durch die Möglichkeit der Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen.

 

» Kurze Transportwege durch Kompostierung auf dezentralen Komposthöfen innerhalb des Landkreises.

 

» Gesicherte Kompostqualität auf Grund sorgfältiger Störstoffauslese durch den Betreiber.

 

 

Kompostierungsanlage Tübingen-Derendingen Ende 2011 geschlossen

 

 

In der Kompostierungsanlage des ZAV in Tübingen-Derendingen wurden bis Ende 2011 jährlich

ca. 1.000 Tonnen Bioabfall aus der Stadt Tübingen kompostiert. Auf der Anlage wurde ausschließlich kommunal eingesammelter Bioabfall angenommen. Das Material wurde über die Biotonne von der Stadt Tübingen eingesammelt und auf der Kompostierungsanlage angeliefert. Aus dem Bioabfall wurden die Störstoffe aussortiert, anschließend das Material mit Strukturmaterial (grob gehäckseltes Grüngut) vermischt, als Dreiecksmiete auf eine Häckselmatte aufgesetzt und zur Geruchsminimierung aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einem Gewerbegebiet mit Häckselmaterial abgedeckt. Nach 3 - 4 Wochen Vorrotte bei Temperaturen um die 65 °C wurde das Material auf die Nachrotte umgesetzt und anschließend wöchentlich mit einem Umsetzgerät durchgefahren, bis der Kompost ca. 10 Wochen nach Anlieferung durchgerottet ist.

 

 

• Qualitätskontrolle

Der Biokompost von der Kompostierungsanlage in Tübingen-Derendingen war ein pflanzenverträglicher, hygienisierter Fertigkompost (Rottegrad V). Der Kompost unterlag der ständigen Fremdüberwachung der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V., entspricht den Kriterien für Qualitätskompost und war als Betriebsmittel für den ökologischen Landbau zugelassen.

 

• Anwendung und Wirkung regelmäßiger Kompostgaben

Der Boden wird widerstandsfähiger gegen Austrocknung und besser durchlüftet. Die Pflanzen werden durch die Anwendung von Biokompost seltener von Wurzelkrankheiten befallen und der Boden mit organischer Substanz und Nährstoffen versorgt. Biokompost kann auch zur Herstellung von Pflanzerden verwendet werden. Hierzu werden 1 Teil Biokompost mit ca. 3 - 5 Teilen Erde gut vermischt. Reifer Kompost eignet sich für alle Kulturen. Er wird in dünner Schicht über die Erde gestreut und leicht untergeharkt - nie untergraben!

 

 

 

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